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b
a
[ Geographische Lage und allgemeines ]
[ Was man unbedingt machen sollte ]
[ Was man besser nicht machen sollte ]
[ Klima/Impfungen/Einreisebestimmungen/Währung ]
[ Unheimliche Begegnungen der anderen Art ]
Einmal im warmen atlantischen Ozean baden, einmal die Karibik mit ihren weißen Stränden, unter Palmen die Seele baumeln und im tiefblauen Meer
baden, davon habe ich schon immer geträumt. Tja in die Dominikanische Republik, wollte ich nicht unbedingt, weil da fahren ja alle hin. Die Bahamas usw.
lagen weit über dem was mein Geldbeutel für eine solche Reise hergibt. Da hieß es erstmal sich erkundigen, irgendwie kam ich dann auf Kuba.
Warum eigentlich nicht, ich bekam zwar einige ungläubige Blicke, als ich erzählte ich fliege nach Kuba. Kommentare wie: Was willst du denn dort, da
bekommst du ja nix zu Essen und mußt dich überall anstellen, und kaufen kannst du dort auch nix. Aber da waren die Leute wohl alle falsch informiert,
verhungert bin ich nicht und mein Gepäck auf dem Rückflug war ganze 5 Kilo schwerer als auf dem Hinflug, lag wohl an den Rumflaschen die im
Gepäck waren. So kam es das es mich im Mai 1994 nach Kuba verschlagen hat. Das war übrigens das Jahr wo im Sommer so viele Kubaner nach Miami
geflüchtet sind. Aber ich war wirklich nicht daran schuld, ich habe mich dort ganz anständig benommen und haben denen auch keine Flausen in den Kopf
gesetzt.
Kuba liegt im Meer der Antillen zwischen Nord- und Südamerika und besteht aus eine Hauptinsel und aus über 1000 unbewohnten Inseln. Im Westen wird
Kuba mal gerade 180 km von den USA getrennt, also kein Wunder das die Leutchen 1994 abgehauen sind waren die USA waren ja schließlich gleich um die Ecke.
Kuba hat 7000 km Küste und nennt 200 Strände sein eigen. Da sollte also für jeden die richtige Ecke vorhanden sein. Die Flugzeit von Deutschland aus
beträgt ca. 8 Stunden (Anmerkung von BlackBird: Ich war mit Cubana Air dort, Flugzeit inklusive Zwischenlandung in Gander/Neufundland 19 Stunden!),
ist also noch gerade auszuhalten. Ich hatte sogar noch das Glück, das im Cockpit eine Kamera installiert war, so konnte man den
Start und die Landung mal aus einer ganz anderen Perspektive beobachten. Die Ortszeit beträgt MEZ minus 6 Stunden. Landessprache ist spanisch.
Man sollte aber die Qualität und den Standard der Hotels auf Kuba nicht mit dem europäischen Standard vergleichen. Geduld und Toleranz sollte man
auch haben, die Kubaner haben halt einfach das Motto bloß keine Hektik alles langsam angehen und was heute nicht gemacht wird, das wird halt morgen
gemacht. Aber die Gastfreundschaft und die Schönheit dieser karibischen Insel entschädigt das alle mal.
Es gibt vier gut erschlossene touristische Orte auf Kuba:
- Varadero ist eigentlich der bekannteste und beliebste. Dort reihen sich einige gute und große Hotels am 20 km weiten Sandstrand. Abends
ist dort auch mächtig was los. Der Ort liegt ca. 140 km von Havanna entfernt.
- Guardalavaca liegt etwa 80 km nordöstlich von Holguin. Der Strand von Guardalavaco zählt zu den schönsten von Kuba.
- Santiago de Cuba ist die zweitgrößte Stadt auf Kuba. Sie zählt zu den karibischsten Städten auf Kuba.
- Santa Lucia, ist der Ort wo ich meine zwei Wochen verbracht habe. Auch hier findet man wieder 20 km langen Standstrand. Aber außer diesem
bietet Santa Lucia außerhalb der Hotelanlagen kaum Unterhaltung. Dafür entschädigt aber der herrliche Strand und das kristallklare Meer.
Und für Taucher und Schnorchler ist diese Gegend das Paradies überhaupt, denn dort liegt auch eins der größten Korallenriffe der Welt.
Tauchen tue ich zwar nicht, aber schnorcheln und ich war einfach nun unbewältigt von dem was man dort unter Wasser zusehen bekommt.
Aber Vorsicht, es ist streng verboten selbst gesuchte Muscheln auszuführen. In Santa Lucia gab es damals mal gerade vier Hotels die sich
komfortmässig kaum von einander unterscheiden und für Abendunterhaltung ist auch immer gesorgt. Und wenn nicht, trinkt man halt einfach nur
herrliche Cocktails...*grins*
- Havanna besuchen!!! Eine Stadt wo man denkt dort ist die Zeit einfach stehengeblieben, aber einfach faszinierend. Leider haben die Kolonialbauten sehr gelitten,
und sein in sehr schlechtem Zustand. Trotzdem muß man sich diese Stadt einfach anschauen. Und man kann sogar das Weiße Haus besichtigen,
in Havanna steht nämlich der genaue Nachbau. Es gäbe soviel über die Stadt zu erzählen, aber das würde hier sicherlich den
Rahmen sprengen.
Abends sollte man sich auf jeden Fall die weltbekannte Tropicana Show anschauen. Ist sowohl für die Herren ein fazinierender Anblick, als auch für
die Damen.
- Ernest Hemingway verbindet man genauso mit Kuba wie Fidel Castro und Che Guevara. Hemingway ist nicht nur als großer Schriftsteller bekannt, sondern
wohl auch als ein Mann der gerne und viel getrunken hat. In Havanna kann man zwei dieser Kneipen, wo Hemingway oft war besichtigen. Einmal ist das Floridita,
wo er seinen Daquiri trank und dann noch die Bodeguita del Medio, wo er seinen Mojito getrunken. Außerhalb von Havanna liegt der kleine Fischerort
Cojimar, wo Ernest wohnte wenn er auf Kuba war. Dort befindet sich auch kleines Denkmal. Und wenn man sehr viel Glück sieht man in diesem Ort auch
seinen Freund den "Den Alten Mann" (genau diesen den er in dem Buch "Der alte Mann und das Meer" beschrieben hat). Der Freund
lebt wirklich noch, ich kann es sogar beweisen, weil ich das große Glück hatte ihn zu sehen.
- Eine Schnorcheltour machen, das Meer in der Karibik ist einfach wunderschön.
- Fisch essen!!! An dem Strand wo ich war, gab es eine kleine Bude, die man auf einen Steg der weit ins Meer hinaus ging erreichte. Dort konnte man sich seinen
Fisch selber aussuchen und der war garantiert fangfrisch.
- FKK und Oben ohne am Strand, das ist auf Kuba verboten. Auch wenn es immer wieder gemacht wird, aber ich sage mir es muß ja nicht sein.
Schließlich ist man in einem fremden Land und sollte die Regeln beachten.
- Muscheln sammeln und ausführen, wenn man dabei erwischt wird, kann es verdammt teuer werden.
- Short und freizügige Kleidung sollte man nur in den Hotels und am Strand tragen. In größeren Städten sollten die Herren schon eine
lange Hose tragen und die Damen doch mehr als einen breiten Gürtel.
- Havanna mittags besichtigen, die Temperatur lag etwas konstant bei 40 Grad und außer ein paar deutschen Touristen ist dann wirklich kein Mensch
unterwegs.
- Auf Kuba herrscht das ganze Jahr über heißes subtropisches Klima. Aber infolge ihrer subtropischen Lage hat die Insel trotzdem ein
angenehmes Klima, ständige Passatwinde und Brisen sorgen für ein Erfrischung, selbst während der heißen Jahreszeit. Leider ist durch
dieses Klima die Mückenplage sehr zu spüren, also auf jeden Fall ein gutes Einreibemittel mitnehmen. Aber bloß kein Autan, das Zeug kennen
die kubanischen Mücken schon und sind absolut immun dagegen.
- Impfungen: Vorgeschrieben ist nix. Die Standard-Impfungen sollte man aber schon haben (Polio, Tetanus). Und eine Hepatitis-A Impfung ist ratsam.
Ich habe damals noch Typhus gemacht und hatte ein Standby Produkt für Maleria dabei.
- Einreisebestimmungen: Einen über drei Monate noch gültigen Reisepaß. Zusätzlich muß eine Touristenkarte
ausgefüllt werden, diese bekommt man meistens bei der Buchung gleich dabei.
- Währung: Landeswährung ist der Peso Cubano. In touristischen Einrichtungen muß in US$ bezahlt werden. Ich hatte Reisechecks
und noch eine Kreditkarte dabei. Unbedingt daran denken, das die Reiseschecks nicht von einer amerikanischen Bank ausgestellt sind, die werden dort nicht
eingelöst. Also keine American Traveller-Cheques mitnehmen.
- Also die erste Attraktion war der Flughafen von Camagüey. Etwas größer als der kleinste Dorfbahnhof bei uns, aber tierisch gemütlich.
Man kann sogar dabei zuschauen wie die Transportcontainer ausgeräumt werden. Die Art wie das geschieht ist wohl einmalig. Sinnigerweise sollte man
denken, die Inhalt wird von oben nach unten ausgeräumt. Total falsch gedacht Leute, die werden dort von unten nach oben ausgeräumt. Sieht dann
klasse aus, wenn der unterste Koffer rausgezogen wird und der restliche Inhalt in sich zusammenbricht und die Koffer dann die Landebahn verschönern.
Jetzt sollte man meinen, man könnte seinen Koffer selber raussuchen, wäre ja schließlich eine Arbeitserleichterung gewesen. Auch wieder
falsch gedacht, die Koffer wurden wahrhaftig noch fein säuberlich auf ein Fließband gestellt, welches erstmal einen kräftigen Tritt von einem
Flughafenangestellten bekam das es überhaupt lief und dann endlich durfte man seinen Koffer in Empfang nehmen.
- Eine amüsante Begegnung war jeden Tag unser Koch im Hotel. Der einen böse anschaute, wenn man mal Nachschlag beim Essen haben wollte.
Tja man sollte wirklich nicht mehr als zweimal ans Büfett gehen.
- Amüsant waren auch immer wieder die diversen Begegnungen mit Ungeziefer, besonders mit Kakerlaken. In freier Wildbahn, habe ich die Viecher ja noch
eingesehen, aber der Spaß hörte dann bei mir auf, wenn die Viecher unverschämt wurden und meinten sie müßten sich bei mir im
Hotelzimmer einmieten. Die beste Begegnung war sicherlich, als ich nach einem anstrengenden Strandtag unter der Dusche stand, meine Blick schweifen
ließ und direkt in die Augen von einem solchem Vieh blicken durfte, die hatte es sich doch wirklich auf den Duschkopf gemütlich gemacht. Axo
erwähnte ich schon, das die Viecher etwas doppelt so groß sind, wie die deutsche Ausführung. Irgendwann hatte man sich aber auch an
diese Mitbewohner gewöhnt, zum Glück haben sie sich ja nur im Bad aufgehalten. Im Zimmer gehe ich mal von aus, war es ihnen wohl zu kühl,
denn dort donnerte Tag und Nacht die Klimaanlage.
- Der Flug nach Havanna verdient es auch näher beschrieben zu werden. Alleine die Maschine war der Hit, eine alte russische Maschine. Wo man hinten
einsteigen mußte, innen absolut keine Verkleidung, ein paar Sitze eingebaut und das war es. Tja ich habe eigentlich die Gepäcknetze und die
Hühner vermißt, da wäre es die perfekte Transportmaschine gewesen und man hätte denken können man darf bei Indiana Jones II
mitspielen. Der Start war dann noch etwas heftig, durch die Lüftung kaum nämlich weißer Rauch.
(Anmerkung von BlackBird: Mit so einer Maschine bin ich den ganzen Weg von Deutschland nach Havanna geflogen... s. o.)Da ist man dann langsam soweit, doch
schon mal zu schauen ob das Ding Fallschirme oder Schwimmwesten oder so was an Bord hat. Aber das größte Erlebnis war das Cockpit, das
durfte man nämlich besichtigen. Wenn man jetzt super Technik erwartet hat, wurde man doch derb enttäuscht. Dort saß der Co-Pilot noch
mit dem Zirkel und mit der Landkarte auf’m Schoß. Aber Havanna haben sie dann doch gefunden. Hätte ich jetzt beinah vergessen der Steward
war echt super, der hat Bonbons verteilt und die waren nicht etwas einfach auf einem Haufen verteilt. NEIN...er hatte sie fein säuberlich sortiert nach
Sorten und nebeneinander gelegt. Sah echt nett aus!!
- Cocktails sind auch so eine Sache auf Kuba. Sie schmecken einfach nur phantastisch, nur möchte ich nicht wissen was da alles an Alkohol drin war,
weil Rum haben sie dort ja reichlich und verwenden ihn auch reichlich.
- Stromausfall ist auch was nettes auf Kuba. Stromausfall bedeutet nämlich auf Kuba es geht garnix mehr, weder die Klimaanlage, noch das fließende
Wasser. Besonders nett wird es wenn dieser Stromausfall abends ist, man sitzt gemütlich bei seinem Cocktail und auf einmal ist es stockdunkel. Aber
ruckzug sind die Kellner da und stellen einem liebevoll eine Kerze auf den Tisch und der Abend ist gerettet. Ich rate trotzdem dazu unbedingt eine Taschenlampe
mitzunehmen. Der Weg von der Cocktailbar zum Zimmer könnte sonst sehr beschwerlich werden, nicht nur auf Grund das Alkohols!!
- An unserem Strand gab es auch ein ganz neues Berufsfeld zu besichtigen. Dort stand jeden Morgen ein Kubaner im Wasser und beseitigte die Algen mit einem
Rechen. Tja was die Kubaner sich nicht alles einfallen lassen!!!
So das wäre es mal wieder von mir und einem neuen Reisebericht. Ich kann Kuba wirklich nur empfehlen, die Insel ist traumhaft schön. Aber bei allem dem
sollte man nicht vergessen, Kuba ist ein sozialistisches Land und vieles was man gewöhnt aus dem europäischen Ausland gewöhnt ist gibt es dort
einfach nicht. Man muß sehr viele Abstriche machen, aber der Strand, das kristallklare Wasser entschädigt dafür.
Noch ein Tip. Trinkgeld ist eigentlich nicht erwünscht, aber das Reisebudget mindert es sicherlich nicht wenn man freiwillig dem Zimmermädchen und dem
Kellner etwas gibt. Die Hotelangestellten verdienen dort nämlich so wenig, das es kaum zum Leben reicht und nehmen Trinkgeld sehr gerne an. Und was sind
für uns schon 10 US$.
Also wenn ihr mehr Infos haben wollt, einfach ein Mail an mich!
Text © Pudding (Anja), eMail: pudding@gmx.de
Hier noch ein paar Links:
http://www.geo.de/reisen/travelguide/kuba/index.html
http://arsmovendi.com/infos/land/Kuba.html
(Allgemeine Infos)
http://www.mailbox.de/~linke/cuba/1998de.html
(Politische Infos)